Handelskrieg: China droht den USA mit Smartphone-Boykott

Der Handelskrieg zwischen den USA und China gewinnt weiter an Fahrt. Während die Regierung um Donald Trump fortlaufend versucht, die chinesischen Netzwerkausrüster im 5G-Netz auszuschließen, kontert man nun aus dem Reich der Mitte. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet wird, erwägt die politische Führung in Peking ein Handelsembargo gegen die USA. Demzufolge dürften Hersteller von Smartphones künftig keine direkten Exporte mehr tätigen. Als Begründung muss dafür herhalten, dass es sich dabei um Kriegswichtiges Material handelt.

Handelsembargo gegen die USA

In den letzten Monaten hat sich die Situation zwischen China und den USA verschlechtert. Die US-Regierung unter Federführung von Donald Trump hat weitreichende Strafzölle auf Produkte aus China verhängt. Dies bedeutet, dass viele Artikel bedeutend teurer wurden. Die Amerikaner reagieren damit auf ihr Handelsdefizit und möchten vermeiden, dass sie in eine weitreichende Abhängigkeit geraten. Tatsächlich importiert die USA mehr Güter, als sie in den Rest der Welt verschicken. Hauptsächlicher Handelspartner ist dabei China. Nun kommt aus Peking auf diese Strafzölle eine Antwort. Man erwägt ein Handelsembargo für Smartphones. Dies würde bedeuten, dass keine Mobilfunkgeräte direkt in den amerikanischen Markt verkauft werden dürften.

Zweifelhafte Begründung

Für Hersteller wie Huawei dürfte ein eventuelles Verbot von Lieferungen kaum Auswirkungen auf die Umsätze haben. Die Verkaufszahlen bewegen sich auf einem niedrigen Niveau und wären damit nicht marktrelevant. Die Begründung für das Handelsembargo mutet indes grotesk an. Bei der Produktion von Smartphones kommen seltene Erden zum Einsatz, die als Rohstoff für die Silizium basierenden Prozessoren dienen. Hierin befinden sich auch natürliche Vorkommen von Plutonium (PU-235). Laut der Regierung in China wären diese Rohrstoffe grundsätzlich dazu geeignet, um waffenfähiges Plutonium (PU-237) anzureichern. In Anbetracht dessen, dass die geringen Mengen, die sich in einem Handy befinden, sowohl technisch, als auch wirtschaftlich kaum von Bedeutung sind scheint dies vorgeschoben zu sein. Nach aktuellem Stand dürfte kaum ein Unternehmen in der Lage sein, die geringen Mengen zu extrahieren, um diese für eine weitere Verwendung nutzbar zu machen.

Quelle: TheGeise

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